Samuel Kapitel 7, Vers 12

Pre-flight- 29.10.2012

Dies ist ein Rückblick… denn die „Abenteuer“ fingen schon beim Buchen der Reise an…

Gestern wollte ich meine Reise nach Israel buchen. Wie immer, denn das hat sich bisher bewährt, bei expedia.de (um es vorweg zu nehmen, expedia.de ist kein Vorwurf zu machen, verbockt habe ich es selbst…).

Es ging also um Hin- und Rückflug, zwei Hotels… und nebenbei (nicht über Expedia, sondern über rails.co.il) noch zwei Bahnfahrten. Und da lag der Hase im Pfeffer. In Israel wird der Schabbat von Sonnenuntergang am Freitag bis zum Eintritt der Dunkelheit am Samstag noch ziemlich ernst genommen. Sowas wirkt sich auf Zugverbindungen wie auch Check-in und Check-out-Zeiten in Hotels durchaus sehr ausgeprägt aus. Mir war das zwar im Prinzip bewusst, aber in der Euphorie des Reisefiebers habe ich dann doch geschlafen – und die Rückreise auf einen Samstag gelegt. Mächtig doofer Fehler…

Nun hatte ich also an einem Tag, an dem nur ein einziger Zug von Jerusalem zum Ben Gurion Airport fährt (und nicht zu der Zeit, als dass ich den Vogel hätte kriegen können), die Rückreise geplant. Also zwei Alternativen: Entweder irgendwie anders zurück nach Jerusalem, oder umbuchen. Also umbuchen…

Ich erreichte bei Expedia.de – weil es ging nur telefonisch gegen halb elf Uhr abends noch eine kompetent wirkende Ansprechpartnerin, die die Lufthansa-Flüge stornierte und meine Hotelbuchung in Jerusalem um einen Tag verkürzte – sogar kostenfrei. So weit, so gut.

Nun musste ich natürlich neue Flüge zum passenden Termin buchen. Ich suchte mir was Passendes raus (was nicht so einfach ist, non-stop dauert es von Frankfurt nach Tel Aviv keine fünf Stunden, aber es gab viele Hin- / Zurück-Kombinationen, bei denen man 13 und mehr Stunden unterwegs wäre) und wollte buchen. Aber die Website sagte mir nur, es gäbe ein Problem mit meiner Kreditkarte und ich solle mich mit meiner Kreditkartenfirma in Verbindung setzen. Nach gefühlten zehn Versuchen gab ich es auf und ging schlafen. Unangenehme Situation, Hotels gebucht, aber keine Flüge – wird ja mit Sicherheit nicht größer oder günstiger jeden Tag, der vergeht…

Also habe ich am nächsten Tag nach einem Umweg über die Sparkasse die Nummer, die auf der Kreditkarte steht angerufen. Dort hatte ich ebenfalls schnell einen kompetenten Ansprechpartner (Service-Wüste Deutschland? Keine Spur!). Man erklärte mir, mein Kreditkartenlimit von 2.400 Euro pro Monat sei überschritten. Aha! Da mir das noch nie zuvor in neun Jahren Kreditkarteninhaberschaft passiert ist, war mir dieses Limit gar nicht bewusst… Da die stornierten Flüge bereits die Kreditkarte belasteten (das ist natürlich ein bürokratisches Hin- und Hergebuche), war das Limit einfach mit meiner „zusätzlichen“ Flugbuchung dann überschritten. 2.400 Euro ist ja irgendwie auch nicht wirklich viel… man kann ja auch durchaus mehr für ne Reise ausgeben wollen, oder für z.B. Elektronik.

Nun, meine freundliche Kreditkartenfrau spricht jetzt hoffentlich mit meiner freundlichen Sparkassenfrau, um mein Limit auf 3.000 hochzupumpen. Danach bekomme ich hoffentlich einen freundlichen Anruf auf meinem Handy, dass jetzt alles gut wird und ich heute abend endlich meine Flüge buchen und mein Reisefieber die kommenden zwei Wochen genießen kann. Denn dann wird mich die freundliche Lufthansa (oder wer auch immer) womöglich ohne Zwischenstopps (aber was solls, immerhin bedeuten Zwischenstopps, dass ich eventuell mehrere Flugzeugtypen „testen“ kann) hoffentlich heil FRA/TLV und retour bringen.

30.10.2012

Sooo… im Büro rief mich dann ein freundlicher Sparkassenmann an und fragte, wie ich denn künftig mein Kreditkartenlimit wünschte. Ich ließ es auf 3.000 Euro hochsetzen und buchte dann abends Lufthansa am 15.11. 10.00 ab FRA nach TLV und am 23.11. 16.11 Uhr TLV zurück nach FRA. War um einiges teurer, weil ich nicht mehr das günstige Paket zusammen mit Hotel buchen konnte. Aber so what… Israel, ich komme!

Update: 15.11.2012 | 06:51

So, jetzt bin ich in Frankfurt bei meinen Freunden, bei denen ich wieder einmal übernachten durfte (vielen Dank, war super bei Euch!). In zwanzig Minuten geht es los zum Flughafen. Der Flieger geht um zehn. Den nächsten Eintrag gibt es dann vielleicht aus der Abfluglounge…

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Über michikarl

Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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Eine Antwort zu Samuel Kapitel 7, Vers 12

  1. Marco schreibt:

    Hey, viel Spaß auf deiner Reise und immer schön Bloggen damit wir hier im kalten Osnabrück auch ein bisschen was davon haben 😉

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