Tag 31 – Physioschmerzen

Ich hatte um 07:30 Uhr Frühsport, daher piepte der Wetter um 07:10 Uhr. Nach dem Frühsport Frühstück. Keine besonderen Vorkömmnisse. Naja. Der Frühsport war bei der sehr durchtrainierten Frau mit dem indischen Touch. Und die machte mit uns andere Sachen, als ich bisher gemacht habe. So Bewegungen wie die „Tassenübung“, die, wenn man sie gut ausführt, sehr elegant aussieht und an die „Trockenübungen“ asiatischer Schwertkämpfer gemahnt, wie man sie aus dem Fernsehen kennt. Ungefähr so wie in dem untenstehenden Video, wir haben das stehend und nur mit einer Hand zur Zeit gemacht (und ohne Bälle).

Um 09:30 Uhr hatte ich Einzel-Physio bei der Therapeutin, die mich beim Walken aus dem Verkehr gezogen hat. Die mit dem exotischen Touch und dem durchtrainierten Körper, der Männerblicke anzieht wie ein Magnet Eisenfeilspähne. Aber: Die Therapeutin, bei der ich bisher Einzel-Physio hatte, hatte mir am Vortag gesagt, dass ich eine Viertelstunde eher kommen sollte und dann wieder bei ihr hätte. So wir wir das letztes Mal auch schon umgeplant hatten.

Soweit die Theorie. Ich kam in den Sportbereich, da ärgerte sich bereits eine Mit-Patientin, dass sie bereits seit 12 Minuten auf ihren Therapeuten wartete. Es stellte sich heraus, dass der Plan geändert worden war und die andere Patientin bei der Therapeutin behandelt werden sollte, die ich erwartete. Das hatte die verpennt und nahm sich jetzt der anderen Mit-Patientin an. Ich musste nun noch 10 Minuten warten und bekam dann doch meine Einzel-Physio bei der indisch anmutenden Dame. Die von einem Mit-Patientin mit einem Ausdruck belegt wird, den ich entweder für Munition von Projektilwaffen oder ein Stockwerk eines mehrstöckigen Gebäudes verwende. Nicht Etage, das andere.

Okay, zweimal also bei Therapeutin A, nun bei Therapeutin B. Und zwar nur, weil Therapeutin A einen Termin verpennt hatte. Die durchtrainierte, junge Dame machte nicht viel Federlesen mit mir. Zuerst stellte sie fest, dass mein linkes Bein kürzer sei als das rechte. Das hat mir bisher auch noch kein Orthopäde gesagt. Dann legte sie mich flach und begann, mir Schmerzen zuzufügen… Also, sie faltete meine Beine nacheinander mit viel Kraft zusammen in die Kniebeuge und meinte, ich solle die Schmerzen wegatmen. Aua! Dann begann sie sich mit meinem Hintern auseinanderzusetzen und meinte, sie käme nicht unter meinen Gluteus Maximus. Wat für’n Ding!? Ich fragte, ob das ein Nerv oder ein Muskel sei, weil ich zu argwöhnen begann, dass sie mir im wahrsten Sinne des Wortes auf die Nerven gehen wollte. Nein, dass sei der große Gesäßmuskel, und fügte (womöglich augenzwinkernd, das konnte ich nicht sehen) hinzu, der gäbe dem Hintern die Form. Sie wollte an meinen Gluteus Minimus oder Medicus, kam aber nicht dran. Der Gluteus Maximus ist der größte Muskel, den wir haben, und der ist wörtlich genommen für’n Arsch.

Wie auch immer, sie drückte schon an ein paar Stellen herum, an denen es weh tat. Irgendwann sagte ich ihr, falls sie mal keine Lust mehr auf ihren Job hier hätte, Kim Jong-Un hätte bestimmt Verwendung für sie, oder in Guantanamo Bay könne sie sich auch bewerben. Sie meinte, bisher sei es recht nett mit mir gewesen, ich solle mich vorsehen. Hm. Oder sonst? Fängt sie dann erst an, mir richtig weh zu tun? Uh-oh… lieber nicht… Ich war dann schnell ganz brav.

Die Therapeutin sagte dann ein paar seltsame Sachen. Ich hätte kurze Muskelstränge, was dazu führte, dass ich, selbst wenn ich nicht trainiere, eine ausgeprägte Muskulatur hätte. Daher sei ich von der Anatomie her eher der Krafttyp als der Ausdauertyp. Aber damit ist nicht gemeint, ich solle Kraftsport anstelle von Ausdauersport machen, im Gegenteil. Sie meinte, ich solle Kraftsport eher meiden, um die natürlich Ausprägung nicht noch mehr zu fördern. Und ich solle Ausdauersport mit möglichst wenig Kraftaufwand betreiben, also nicht unbedingt mit einem Rad Berge hochfahren. Ich sagte ihr, dass ich – wenn ich mein Ergometer nutze, was ich bestimmt mehr als ein Jahr lang nicht gemacht habe, vorher aber schon recht intensiv – ein Programm fahre, bei dem im Wechsel 2 Minuten bei 100 Watt und eine Minute bei 200 Watt trainiert wird. Sie meinte, ich solle bei 50 Watt trainieren. Uff. Daran müsste ich mich gewöhnen. Das fordert mich ja irgendwie wenig. Sie meinte, Radsport wäre auch nicht unbedingt das richtige für mich. Ich fragte, was ich denn ihrer Meinung nach machen solle. Sie meinte, ich solle Inliner fahren. Nun denn. Ich bin geneigt, das auszuprobieren. Auf meine Frage, ob ich lieber den Aufzug nehmen sollte, als die Treppen zu steigen meinte sie, ja, wäre besser. Das missfällt mir irgendwie auch, aber ich versuche es. Versuchen in dem Sinne, dass ich manchmal hier zu spät merke, dass ich die Treppe schon genommen habe… die Gewohnheit eben.

Aber was mich echt nervt: Sie meinte, die Übungen, die mir zuvor von der anderen Therapeutin gezeugt worden sind, und auch die, die von anderen Sporttherapeuten propagiert werden, seien besser zu vermeiden. Arrrrgh! Was denn nun? Ich diskutierte ein wenig mit ihr, dass ich jetzt echt nicht wüsste, was ich denn machen solle, ob die sich nicht mal mit ihren Kollegen absprechen könne. Nein, könne sie nicht, und daher sei es ja auch besser, durchgängig bei derselben Therapeutin die Physio zu haben. Na, vielen Dank! Ich komme mir langsam vor wie ein Spielball der therapeutischen Konzepte. Zuletzt meinte sie dann, ich solle eben selber schauen, was mir gut tut. Das finde ich schwer. Denn manches, was uns erst weh tut, ist langfristig gut für uns. Und umgekehrt kann man sich während des Sportes auch gut fühlen, hinterher aber Schmerzen haben. Oder man macht den richtigen Sport, aber die Bewegungen falsch. Anders gesagt: Ich fühle mich irgendwie selber einfach nicht kompetent, das wirklich zu beurteilen.

Später am Tag sollte mir das Thema noch richtig auf den Keks gehen…

Aber erstmal war Gruppensitzung angesagt. Ich kam zwölf Minuten zu spät und erwähnte, ich hätte bis gerade Einzel-Physio bei Therapeutin B gehabt, was so manches Grinsen erzeugte. Unsere Bezugtherapeutin wurde von dem Oberarzt vertreten, der das schon überwiegend in der ersten Urlaubswoche der Therapeutin gemacht hatte. „Geschlossene Psychatrie“ scheint sein Lieblingsthema zu sein, er sprach schon wieder darüber. Kurze Zeit später waren wir dann beim Thema „Suizid“, und natürlich war oder ist das bei vielen hier irgendwann mal ein mehr oder weniger akutes Thema. Es war anstrengend und aufwühlend, es flossen Tränen. Irgendwie waren wir schlecht vorbereitet und hatten keine Taschentücher am Start – normalerweise steht da aber auch immer eine Packung. Ich besorgte schnell welche aus meinem Zimmer. Im Nachhinein frage ich mich, ob mich die Sitzung unter der Oberfläche vielleicht mehr mitgenommen hat, als ich erst gemerkt habe.

Nach der Sitzung war um 12:00 Uhr der Termin bei der Verwaltungsdirektorin, den ich zusammen mit einer der drei Mit-Patientensprecherinnen wahr nahm. Die Klinikchefin war ganz gut gelaunt und besprach mit uns die Anforderungen aus dem Kummerkasten. Ich notierte ihre Statements zu Raucherecke, Gartenmöbel, dem Wunsch nach Boxsäcken, einem drittem Patientenkühlschrank an der Teeküche etc. Anschließend zeigte sie uns eine Teekanne, in die jemand einen Golfball gesteckt hatte. Golfbälle liegen natürlich hier draußen überall am Wegesrand herum, weil unsere Walking-Strecken quer durch die Golfbahnen führen. Leider bekommt man den Ball nicht so einfach aus der Kanne heraus, wie er wohl hineingekommen ist – nämlich gar nicht. Ergo kann man die Kanne wegschmeißen, und es muss eine neue gekauft werden. Die Verwaltungsdirektorin zeigte mir das nur als ein Beispiel für Dinge, die hier beschädigt oder gestohlen würden, und gleichzeitig werden immer wieder Dinge von den Patienten gewünscht, die auch Geld kosten.

Ich verstehe, dass sie solche Gedankenlosigkeiten sauer machen. Mir geht es auch auf den Keks, weil für Vandalismus – und der Golfball in der Kanne ist nichts anderes – bezahlen wir alle. Daher nahm ich die unbrauchbare Kanne an mich, um das Thema beim Patientenforum anzusprechen. Danach hatten meine Sprecher-Kollegin und ich noch eine halbe Stunde zum Mittagessen. Es gab paniertes Seelachsfilet mit Kartoffeln und Gemüse.

Nach dem Mittagessen und vor dem Patientenforum stand ich mit einer jungen Dame aus meiner Gruppe in der Lobby, und ich hatte die Kanne mit dem Golfball in der Hand. Ich hatte schon versucht, den Ball irgendwie herauszubekommen, weil ich es peinlich gefunden hätte, wegen der Sache vor versammelter Mannschaft Zeter und Mordio zu schreien, und dann kullert das Ding auf einmal ganz locker aus der Kanne… es ging aber nicht. Und so stand ich mit der Frau da, erklärte ihr das Kannenproblem und ließ den Ball dabei geräuschvoll in der Kanne umherkullern. Plötzlich gab es einen Knall laut wie ein Pistolenschuss, und die Isolation in der Kanne zerbarst in viele Splitter, von denen einige wenige aus der Kanne herausflogen und zum Glück keinen weiteren Schaden anrichteten. Aber da haben sich einige wohl ganz schön erschrocken, nicht zuletzt die arme Frau aus meiner Gruppe, die ja direkt vor mir stand. Ich eigentlich nicht, aus irgendeinem Grund bin ich nicht sehr schreckhaft.

Anschließend begann das Patientenforum. Die Sprecher-Kollegin, die mit mir bei der Verwaltungsdirektorin gewesen war, moderierten die Veranstaltung. Ich begrüßte die Patienten und die Repräsentanten des Personals. Meine Kollegin begrüßte die Neuankömmlinge und verabschiedete die in der kommenden Woche die Klinik verlassenden Patienten. Da wurde noch ein Gedicht vorgetragen. Die zwei Mit-Patienten, die sich schon zuvor als mögliche Patientensprecher („wenn es niemand anderes machen möchte“) angemeldet hatten, wurden als neue Patientensprecher angemeldet. Leider vergaß ich, sie nach vorne zu bitten, wie sich das eigentlich gehört. Gemeinsam mit der Sprecher-Kollegin sprach ich über die Anliegen aus dem Kummerkasten. Sie las die Anliegen vor und ich die Statements der Klinikleitung. Und das war es dann auch schon wieder.

Nach dem Forum hatte ich noch ein paar Minuten Zeit und ging vor die Tür an die Sonne. Da trag ich einen Mit-Patienten, mit dem ich zuvor nie geredet hatte und der mich fragte, ob er Kritik äußern dürfe. Ich bejahte das, und er steckte mir, dass ich zu ausschweifend redete. Er war wohl beruflich mit dieser Materie befasst und würde öfter Telefonkonferenzen leiten, bei denen er darauf achten müsse, dass sich alle Beteiligten kurz fassten. Er hatte wohl auch schon einige Seminare zu dem Thema besucht und gab mir ansonsten auch den Tipp, einfach zwischendurch auch mal ein paar Sekunden einfach zu schweigen. Ich blieb freundlich und bedankte mich für das Feedback. Schließlich weiß ich nur zu gut, dass er Recht hatte. Egal ob mit dem gesprochenen oder mit dem geschriebenen Wort, es ist nicht meins, mich kurz zu fassen, siehe hier in diesem Blog.

Aber es hilft mir leider nicht weiter, denn es reicht ja nicht, das zu wissen. Man kann nicht einfach einen Knopf im Kopf umlegen und dann, „Achja, ich fass mich mal kurz, schaffe es aber trotzdem, die Information, die wichtig ist, zu vermitteln. Und zuvor schaffe ich es ad hoc, wichtiges von unwichtigem sicher zu differenzieren. Kein Problem.“ Haken dran.

Eben nicht! Das muss man trainieren, das geht genauso wenig wie zu sagen, „Achso, ich habe also Depressionen, gut zu wissen. Na, dann lasse ich das doch einfach mal. Ist ja auch blöd, immer so jähzornig zu sein.“ Wäre also Punkt… was weiß ich auf meiner To-do-Liste. Seufz.

Hier in der Klinik kriegt man teilweise schneller, unverblümter und direkter Feedback (was eben auch bedeuten Kritik bedeuten kann) als „draußen“, außerhalb dieser Käseglocke Klinik. Einerseits ist das gut, denn wenn man Kritikfähig ist, kann man ja etwas damit anfangen. Aber es kann auch gefährlich sein. Schließlich sind wir hier meistens mit Depressionen, Ängsten oder Schmerzen belastet. Wenn jemand das Pech hat, mehrere Tag hintereinander von verschiedenen Leuten unschöne Sachen aufs Brot geschmiert zu bekommen, dann kann das auch mal ganz schön niederschmetternd sein. Und selbst wenn jemand vorher fragt, ob es okay ist, dass man ehrlich Feedback/Kritik äußert, alleine die Tatsache, dass jemand nachfragt, sagt einem ja schon, dass man irgendwas hätte besser machen können. Schwierig, finde ich.

Auf der anderen Seite ist auch dieses „Niedergeschmettert“ sein manchmal gerade hilfreich. Manchmal muss man erst ganz am Boden sein, um den Weg nach oben wieder einzuschlagen. Zum Teil beobachte ich, dass Mit-Patienten gerade dann Fortschritte machten, wenn sie mutig mit ihren Problemen umgegangen sind und geweint haben.

Ich musste dann, mit dem Feedback im Hinterkopf, etwas unzufrieden mit mir selbst, zu Sport und Bewegung. Und da hatte ich dann zunehmend den Kaffee erst recht auf. Denn die Übungen machten mir keinen Spaß und gingen mir ziemlich auf den Keks. Ich ging zwischenzeitlich kurz an die frische Luft, in der Hoffnung, meine sich aufbauende Aggression in den Griff zu bekommen. Es half nichts. Als wir dann auch noch mit Übungen begannen, von der „Therapeutin B“ meinte, „das geht gar nicht“, hatte ich endgültig die Schnauze voll, schnappte mir mein Handtuch und verließ kommentarlos den Turnsaal.

Nun, die Therapiedisziplin ist unterschiedlich. Ich habe bisher nichts geschwänzt und bin nicht so oft zu spät gekommen. Andere lassen sich irgendwie entschuldigen und fehlen mal unentschuldigt, ich bin hier eigentlich sehr brav und regelkonform unterwegs. Aber ich war schon zu sehr „im roten Bereich“, um noch mit irgendwem zu sprechen, aber noch nicht so sehr, als dass ich vor Ort ausgerastet bin. Also nur raus aus der Situation. Und ich hatte hinterher kein schlechtes Gewissen, sondern war sogar noch recht zufrieden, dass ich immerhin das geschafft hatte, so frei zu sein, abzuhauen anstatt auszurasten.

Frisch geduscht ging ich in die Lobby und nahm eine frische Waffel mit Vanilleeis und einen Kaffee von Dallucci zu mir. Danach begegnete mir die Sporttherapeutin und sprach noch mit mir. Die hätte es vorgezogen, dass ich vorher mit ihr gesprochen hätte, ich hätte ja die Übungen nur leicht und nicht bis zur Schmerzgrenze machen können. Aber das ist genau das Problem: Therapeutin B meint, ich solle diese Übungen ÜBERHAUPT NICHT machen, die anderen Therapeuten sind der Ansicht, ich könne sie halt auf niedrigem Niveau mitmachen. Und mir geht dieses Hin und Her einfach gehörig auf den Knispel. Da geht man sowieso schon denkbar unmotiviert in Sporteinheiten, bei denen sowas wie Bodenturnen auf dem Programm stehen könnte, und dann weiß man noch nicht mal sicher, ob einem das nun gut tun wird oder eher das Gegenteil der Fall ist. Das gehört bestimmt nicht zu den Dingen, die ich vermisse werde, wenn ich hier durch bin!

Um 15:30 Uhr startete die letzte Anwendung des Tages, MAT (mentales Aktivierungstraining). Wir taten uns in 2er-Teams zusammen und bekamen Filmdosen mit Buchstaben-Plättchen darin, die zusammen jeweils komplett ein sinnvolles Wort ergaben, welches man zusammenzupuzzlen hatte. Es gab kleine Wörter aus wenigen Buchstaben (wie ANANAS), aber auch Wortkomposita aus vielen Buchstaben. Ich dachte, es würde mir vielleicht leichtfallen, weil ich ja einiges an Scrabble- und Topwords-Erfahrung habe. Aber mein Partner und ich taten uns schwer mit dem ersten Wort. Wir ließen uns Hints von der Ergo-Therapeutin geben, sowohl den einen nach dem Anfangsbuchstaben, als auch noch einen zweiten, es handle sich um ein Hobby. Schließlich hatten wir FOTOGRAFIE zusammen. Das zweite, SUPPENSCHUESSEL, lief etwas flüssiger. Es ist halt auch Glücksache, wenn man am Anfang gleich zufällig was legt, was passt, dann läuft der Rest von selbst. Ich hatte zuerst SCHULESSENSUPPE gelegt, was ein Anagramm von Suppenschuessel ist, aber das war nicht das gesuchte Wort. Wie auch immer, es war nicht einfach, aber ganz witzig.

Aber trotzdem hatte ich genug für heute. Die Sonne schien, und ich verspürte wieder Anzeichen von Klinikkoller. Also schnell ein Tagesticket gekauft, Jacke und Zusatzakku aus dem Zimmer geholt, und ab in die Innenstadt.

In Elberfeld ging ich erst mal ein Eis essen. Ich beschloss, genießen zu üben, und die Ingress-Portale in Reichweite eine Weile nicht zu hacken. Es war erst sehr genussvoll. Als ich mehr als die Hälfte des Spaghettieises langsam und mit geschlossenen Augen gegessen hatte, fuhr ich das auf normalen Konsum runter, weil ich befürchtete, dass ich das Eis sonst nicht zu ende essen würde vor lauter Geschmacksflash… Es war schon lecker, obwohl ich auf den Eierlikör verzichtet hatte, der normalerweise zu diesem Eis gehört.

Deweerthscher Garten

Blick über den Deweerthschen Garten mit dem Turm der Sophienkirche

Achtung, Ingress-Abschnitt
Danach zog ich bis zum Luisenviertel, bis hinter die Sophienkirche. Zunächst sah es in Elberfeld danach aus, als gäbe es keine blauen 8er-Portale, aber das war nur in der unmittelbaren Einkaufszone der Fall. Richtung Luisenviertel gab es zig 8er, so dass ich, was wieder mal mein Ziel war, tonnenweise Glyph-Hack-Points sammeln konnte. Mein Ziel, die 30.000 GHP zu knacken, hatte ich auch bald erreicht. Natürlich hatte ich immer wieder Probleme mit dem Itemlimit, und als ich nichts Entberliches mehr recyclen konnte, warf ich mit 6er- und 7er-Burstern um mich und bombte ein paar grüne Flecken in die blaue Fläche von Elberfeld.

Langsam wurde es Zeit zum Abendessen. Ich hätte gerne beim Café Extrablatt, die reichlich Stühle rausgestellt hatten, gegessen. Aber nachdem ich da – nicht mal allzu lange – gesessen hatte, beschloss ich, lieber eine schnellere Variante von Abendessen zu nehmen, weil ich möglich noch viel spielen wollte, und ging zu McDonald’s. Hier waren leider auch ziemliche Schlangen vor den Kassen, aber dann bekam ich mein Royal TS Menü.

Anschließend stand mir der Sinn eher danach, ein bisschen mehr blaue Fläche einzugrünen, das sagte mir auch mein Inventar. Ich hatte auch keine Lust, mit Itemlimit wieder zurück nach Oberbarmen zu fahren. Es gab diesmal erstaunlich wenig Gegenwehr der Schlümpfe, obwohl das Wetter doch fantastisch war. Ich lief im T-Shirt rum, und dafür war es nicht zu kalt. Ich grünte den Platz vor dem Rathaus ein und dann die Strecke bis zur Schwebebahnstation. Einiges war lt. der Kollegen auf dem Hangout sogar am nächsten Morgen noch grün.

Schließlich nahm ich nach 21 Uhr die Schwebebahn zurück nach Oberbarmen-Bahnhof, wo ich nur acht Minuten auf die 602 warten musste. Ich war dann trotzdem erst kurz nach 22 Uhr wieder in meinem Zimmer.

Ich holte nur noch Wasser und chattete via Skype mit einer Freundin daheim. Aber ich hatte keine Lust mehr, zu bloggen, das habe ich alle erst am Samstag geschrieben.

Und das war es dann auch, es ging ab ins Bett.

Ingress-Stats:

Translator Trekker Explorer Pioneer Builder Purifier
letzter Stand 28.761 1.904 km 2.833 1.699 72.022 52.968
Jetzt 31.001 1.928 km 2.894 1.724 72.702 53.585
Delta 2.240 24 km 61 25 680 553

Anmerkung:

Obige Stats sind nicht das reine Ergebnis des Trips oben genannten Trips nach Elberfeld. Da steckt auch der Ostertrip zu meinen Verwandten im Sauerland und so ein bisschen „hier und da“ (Sojourner-Spaziergänge) mit drin…

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Über michikarl

Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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