Tag 40 – Schwebebahn-Mission und hacking hardt

Mein Tag begann um 08:00 Uhr. Frühstück gibt es Sonntags bis 09:00 Uhr, also 30 Minuten für die Morgentoilette und 30 Minuten zum frühstücken.

Nach dem Frühstück hatte ich keine Lust, sofort irgendwohin loszudüsen, und in der Gruppe hatten wir auch nichts weiter geplant. Außerdem wollte ich erst noch meinen Blogeintrag zum gestrigen Tag fertig schreiben. Also lungerte ich nach dem Frühstück mal hier, mal da herum und tippte meinen Blogeintrag.

Darüber wurde es Mittag, und und ich nahm das Sonntagessen in der Klinik ein – ich glaube, zum ersten Mal. Es gab Putenkeule, das erinnerte mich an Weihnachten zuhause, weil es das da traditionell am ersten Weihnachtstag bei meinen Eltern zuhause gibt. Der Vogel war ganz gut, aber die Beilagen sind zuhause besser…

Nach dem Essen hatte ich keine Lust, direkt loszueiern. Mir war erst mal nach Mittagsschlaf. Ich stellte meinen Wecker auf 14:00 Uhr und schließ anderthalb Stunden. Danach wollte ich dann den Rest des Tages nicht mehr verfaulenzen, zumal die Sonne schön schien. Um noch nach Köln oder anderswohin zu fahren war es mir schon zu spät, auf so viel Action hatte ich auch morgens keine Lust gehabt. Aber eine (voraussichtlich letzte) Runde Ingress in Wuppertal war schon noch drin. Also fuhr ich zum Bahnhof Oberbarmen und von dort aus mit der Schwebebahn durch bis nach Vohwinkel.

Achtung, Ingress-Abschnitt
Ich wollte die Schwebebahn-Mission machen, das ist in Wuppertal ja Ehrensache. Leider konnte ich die Mission nicht bereits in Oberbarmen starten – wie jemand auf dem hiesigen Hangout textete, liegt das daran, dass man nur die Missionen, die im Umkreis von 12 km ihren Startpunkt hat, auswählen kann. Die Schwebebahn-Strecke ist aber über 13 km lang. Also fuhr ich erst durch bis nach Vohwinkel.

Halligalli in Vohwinkel

Halligalli in Vohwinkel

Ich hatte erwogen, dort im Kaffeehaus unter der Schwebebahnstation Kaffee zu trinken, aber mir war doch eher nach sofort loslegen, was soviel heisst, wie Mission starten, und die nächste Bahn wieder zurück nehmen. Es galt, jede Schwebebahnstation zu hacken (jede Station ist hier natürlich ein Ingress-Portal), an drei Stationen musste man allerdings auch Fragen beantworten, worauf ich nicht vorbereitet war, obwohl ich davon gehört hatte. Am Robert-Daum-Platz wurde gefragt, wann (Jahreszahl) sich das Schwebebahnunglück mit fünf Todesopfern ereignet hat. Ich wusste das nicht, verpasste aber auch den Zeitpunkt, rechtzeitig auszusteigen, um mehr Zeit für die Antwort zu haben. Also fuhr ich eine Station weiter, stieg hier in den Zug in die Gegenrichtung zurück zum Robert-Daum-Platz, und dort wieder aus. Inzwischen hatte ich die Antwort natürlich recherchiert: 1999.

Schlimme Geschichte, ausgelöst wurde der Unfall durch eine „Kralle“, ein Bauteil, welches bei Bauarbeiten an der Fahrschiene angebracht worden und nicht wieder entfernt worden war. Der Aufprall riss das vordere Drehgestell (eins von vier) vom Wagendach, worauf der ganze Zug in die Wupper stürzte. Seither werden nach Bauarbeiten immer Probefahrten ohne Passagiere durchgeführt. In der Nähe der Robert-Daum-Platz-Haltestelle steht seitdem eine Gedanktafel.

Also wieder rein in die Schwebebahn, und weiter in Richtung Oberbarmen. Es gab noch eine weitere Frage, die ich nicht aus dem Stehgreif beantworten konnte, also raus aus dem Zug, und bei Wikipedia nachgeschlagen, wann die Schwebebahn für den Fahrgastverkehr freigegeben wurde: 1901. Das muss damals hochmodern gewesen sein, diese Art der Fortbewegung. Das schlimme Unglück passierte also gerade mal zwei Jahre vor dem 100. Geburtstag der Schwebebahn.

Wieder rein in die Bahn, und weiter. Die dritte und letzte Frage, in der der Name des Elefanten, der aus der Schwebebahn gefallen war, gefragt war, konnte ich direkt beantworten: Tuffi. Steht ja weiter vorne im Blog.

Die restlichen Stationen brauchte ich nur noch zu hacken, und wieder angekommen in Vohwinkel war die Mission dann fertig. Also wieder in den Zug Richtung Vohwinkel, ich wollte noch in Elberfeld spielen und irgendwann was zu Abend essen.

In Elberfeld angekommen kaufte ich mir ein Eis in der Waffel. In den Portalen in der Nähe steckten Resonatoren von „vanilleparfait“. Die wollte sich ja eigentlich noch mal mit mir zum Spielen treffen, bevor ich Wuppertal verlasse. Wir hatten schon mal mit ihrem Freund und ein paar anderen Leuten zusammen noch ziemlich am Anfang meiner Zeit hier eine Runde gedreht, und ich konnte sie gut leiden – was ganz offensichtlich auf Gegenseitigkeit beruhte. Also textete ich sie an. Sie war noch in der Nähe und hatte zwar wohl andere Pläne, schrieb aber dann doch, ich solle bleiben, wo ich bin, sie wäre in fünf Minuten da. War sie dann auch.

Sie schlug vor, in den nicht weit entfernten Else-Lasker-Park zu gehen. Da gäbe es für mich wohl noch unique visits und captures zu holen, und wir könnten die 15-Minuten-Mission dort machen. Es gefiel mir, dass „vanilleparfait“ so für mich mitdachte. Sie hatte die Mission auch noch nicht, also gingen wir dahin und erledigten das. Anschließend schlug sie vor, zur Hardt zu gehen, auch dort gäbe es für mich uniques und eine Mission. Das war zwar alles nicht mein ursprünglicher Plan (der war die Schwebebahnmission und ansonsten glyph-hacking und destroy & deploy), aber das, was ich ursprünglich vorhatte, kann ich überall machen. Das, was nachmittägliche Spielpartnerin mir vorschlug, war individuell nur hier möglich, und es war schon Klasse, eine Ortskundige dabei zu haben.

St. Marien - Kirche

St. Marien – Kirche, ein katholisches Gotteshaus in der Nähe der Hardt-Anlagen

Die „Hardt“ (eigentlich Hardt-Anlage) ist ein ganz schöner Park, den man, wie hier im Tal so oft, über viele Treppen erreicht. Zuerst kamen wir an der St. Marien – Kirche vorbei, dann ging es über weitere Treppen weiter nach oben. Das schöne daran ist, man weiß immer, wie man zur Wupper kommt, nämlich im Zweifel abwärts. Und wenn man an der Wupper ist, ist die nächste Schwebebahnhaltestelle nicht weit.

In der Tat war das wirklich mal eine ganz schöne Ecke von Wuppertal. Das Wetter war ja auch wirklich schön, also entspannten sich hier viele überwiegend junge Leute in der Sonne. Ich begann die Mission „hacking hardt“, und „vanilleparfait“ pushte die Portale hoch und machte glyph-hacking. Wir kamen schließlich zum Botanischen Garten und zum Elisenturm.

Ich schoss nebenbei auch ein paar Fotos mit dem Handy, und langsam näherte sich die Hardt-Mission und somit unsere Runde durch die Parkanlagen dem Ende. Wirklich eine schöne Mission. Das ist wirklich eine nette Sache, eine gute Mission führt Ortsunkundige wirklich auch mal an schöne Orte. Und über die Fragen kann man auch gleich noch Wissen dazu vermitteln, wenn man so eine Mission kreiert und einreicht.

Hardt-Anlage

Ein kleiner Teil der schön angelegten Hardt-Anlagen

Achtung, Ingress-Abschnitt
Ich beendete die Mission, und wir gingen zurück in die Innenstadt. Dort war gerade ein achtköpfiger Schlumpfen-Bautrupp dabei, unsere grüne Insel bei der Schwebebahnstation Hauptbahnhof zu entfernen und alle auf Blau Level 8 zu ziehen. Nach einem kurzem Verbalscharmützel zogen die Schlümpfe weiter, und „vanilleparfait“ und ich verabschiedeten uns. Ich wurde sogar gedrückt.

Elisenturm

Der Elisenturm wurde 1812 ursprünglich als Sternwarte errichtet.

Dann zog ich mir direkt vor Ort erst einmal einen Döner und eine Apfelschorle rein. Die Schlümpfe hatten ja brav alle Portale in der Nähe schon auf Level 8 gezogen, so dass ich beim Essen schön glyph-hacken konnte. Anschließend ging ich in Richtung Rathaus, wobei ich den Schlumpfen-Bautrupp überholte. Am Rathaus war noch nichts Level 8, und ich fing an zu ballern. Erwartungsgemäß hatte ich kurz darauf die Schlumpfenbande an den Hacken und die bauten das fein auf Level 8, so dass ich den ganzen Weg zurück zur Schwebebahnstation prima glyph-hacken konnten. Und sie merkten noch nicht mal, dass sie manipuliert wurden…

Naja, bisschen sehr hochtrabend von mir, das so zu sehen, die hatten sicherlich ohnehin vor, den Laden auf Level 8 zu bringen, ich habe sie höchstens ein wenig auf Touren gebracht. Wie auch immer, noch ein kleines Schwätzchen mit dem Gegner, danach brach ich wieder langsam Richtung Schwebebahnstation auf. Ich erreichte mein Ziel, auf über 35.000 Glyph-Hack-Points zu kommen und hatte mal wieder viel zu viel Material am Start, unter anderem weit über 800 8er-Burster. In der Nähe der Schwebebahnstation begann ich also wieder, Burster zu werfen und wieder ein wenig grüne Fläche zu bauen.

Dann wurde es aber langsam Zeit, den Weg zurück zur Klinik anzutreten, es ging auf 21:00 Uhr zu. Etwa 21:45 Uhr war ich wieder in der Klinik. Ich hatte wieder Pech und konnte meinen Zimmerschlüssel nicht unmittelbar in der Pflege abholen, denn die hatten gerade Dienstübergabe. Es dauerte eine halbe Stunde, bis die endlich fertig waren und ich an meinen Schlüssel kam. Aber wenigstens waren ein paar nette Leute, unter anderem „Ritalinetta“ in der Lobby, so dass ich mich nicht langweilte.

Dann bekam ich meinen Schlüssel, checkte mein Postfach, holte noch Wasser und verblieb dann in meinem Zimmer, um den Blogeintrag zu schreiben. Jetzt ist es schon 00:36 Uhr, aber ich werde morgen das Frühstück und den Gesundheitsvortrag zum Thema „Burn-out“ schwänzen. Ich hab schon genug Vorträge gehört. Das interessiert mich nicht so explizit, und die Vortragende ist keine von meinen beiden Lieblings-Vortragenden. Oh. Mir fällt ein, dass es eigentlich sogar drei sind, die das richtig toll machen. Also, ich muss mal schlafen. Bis morgen!

Mein Therapieplan für morgen:

08:30 Uhr – Gesundheitsvortrag (fällt für mich aus)

10:00 Uhr – Therapiegruppe

11:30 Uhr – Autogenes Training

14:15 Uhr – Job on / Job off

15:30 Uhr – Trainingsgruppe

Ingress-Stats:

Translator Trekker Explorer Pioneer Builder Purifier
letzter Stand 33.832 1.966 km 3.069 1.828 74.714 54.881
Jetzt 35.286 1.976 km 3.100 1.851 75.369 55.502
Delta 1.436 10 km 31 23 655 621

Über michikarl

Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
Dieser Beitrag wurde unter Ingress, Wuppertal veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s