Persepolis – Teil 5

Nun, „Team ChaOS“ suchte sich also ein Lokal, setzte sich trotz des durchwachsenen Wetters draußen hin, und bestellte eine Runde Getränke. Ich mochte das Bier, welches dort ausgeschenkt wurde, „Jupiler“, ganz gerne. Wir bauten uns zwei 8er-Portale, die sogar zwei Hacks oder so überlebten. Es blieb nicht bei einer Runde. Am Ende vergaß ich aufgrund des spontanen Alkoholkonsum kurzzeitig, dass wir nicht mehr in Deutschland waren und sprach die hübsche Bedienung auf Deutsch an, als wir zahlten. Peinlich…

Der aktuelle Ingress-Report mit Suzanna Moyer mit den abschließenden Ergebnissen der Persepolis Anomalie-Serie. Wir haben es in Utrecht verkackt!

Es dürfte so gegen 19 Uhr gewesen sein. Nun stand noch ein Gruppenbildtermin mit allen teilnehmenden Enlightened-Spielern auf einem Platz vor dem Domturm an. Nunja, wieder viele grüne Farben, ein bisschen Arme hoch und yeah, das war’s. Wir trafen aber da unseren TL und die junge Dame, mit der er offenbar unterwegs war, wieder, so dass wir noch die Gelegenheit hatten, uns fürs Leading zu bedanken und tschüss zu sagen.

Der Turm des beeindruckenden Doms zu Utrecht

Der Turm des beeindruckenden Doms zu Utrecht

Anschließend überlegte wir eine Weile, was nun zu tun sei. Der Bus fuhr erst um 22.00 Uhr gen Heimat. Ein Teamkollege äußerte Interesse, einen Coffeeshop aufzusuchen, und ich überlegte, ihn vielleicht zu begleiten. Die anderen wollten gerne noch ein paar Kurz-Mission durchprügeln. Letztenendes war die ganze Truppe dann unterwegs in der Altstadt, um einen ganzen Haufen Persepolis-Missionen durchzuziehen. Diese gab es in 20 Ausgaben, vor allem in verschiedenen Farben. Wir haben sie alle durchgezogen, dazu noch die „NDS goes Utrecht“, noch eine Mission vor beginn der Measurements. Apropos „durchziehen“, der eine Kollege verschwand dann doch noch im Coffeeshop, ich entschied mich fürs Missionen durchziehen. Leider habe ich bei einer geschlafen und vergessen, die rechtzeitig zu starten, so dass ich im Gegensatz zu den anderen diese Mission (hatte irgendwas mit dem Dom zu tun) nicht mehr verbuchen konnte.

Danach hatten wir immer noch Zeit, eigentlich wäre die einstündige Afterparty angesagt – mit den Offiziellen von NIANTIC mit Ergebnisverkündung und so weiter. Es regnete gerade, und ich weiß eigentlich gar nicht so genau, warum, aber irgendwie zogen wir es vor, uns nochmal in Ruhe auf eine überdachte Terasse vor einem Lokal zu setzen und in Ruhe ein paar Getränke zu konsummieren. In unmittelbarer Nähe saßen auch Schlümpfe, so dass es ein ständiges Gemetzel um die fünf oder sechs Portale in Reichweite gab. Was den meisten von uns entgegen kam, weil dadurch eine Menge Captures, Deploys und AP für alle rumkamen.

Langsam trudelten auch Ergebnisse über die Hangouts ein. Wir haben zwar in M2-M4 viel besser ausgesehen als bei M1, aber trotzdem haushoch in Utrecht verloren – und nicht nur das, am Ende war unser schlechtes Ergebnis in Utrecht vor allem für die Gesamtniederlage der Entlightened bei Persepolis verantwortlich. Wir als „Team ChaOS“ waren trotzdem nicht unzufrieden, immerhin sahen wir mit einer knapp positiven Bilanz (3 RES, 4 ENL, 1 neutral) deutlich besser aus als in Hannover bei der Shonin-Anomalie (ich war nicht dabei, wie gesagt…).

Ergebnisse vom 20. Juni 2015

Primary Site ENL RES
Persepolis #3 (Tokohu,JP) 1.358 2.524
Persepolis #4 (Utrecht, NL) 4.240 1.498
Persepolis #5 (Portland, USA) 3.196 4.141
Persepolis TOTAL (inkl. Satellites & Shards) 22.575 22.146

Nun, das war es dann auch im Wesentlichen. Wir zahlten unsere Getränke und begaben uns zum Bus. Nachdem alle an Bord waren, ging es los gen Heimat. Die Biervorräte waren schon etwas geschrumpft, und ich nahm noch ein Radler und ein Cola-Bier zu mir (ich hatte auch Durst). Später verkündete der Busfahrer, es gäbe noch Bier im Kühlschrank, aber mir war eher danach, zu dösen und mich einfach nur zu entspannen. Die Fahrt verlief ohne besondere Vorkömmnisse und mit einer Pause. Kurz nach null Uhr, wenn ich mich richtig erinnere, erreichten wir den Osnabrücker Hauptbahnhof. Gegen null Uhr dreißig war ich im Bett.

Fazit: Es hat mir Spaß gemacht. Irgendwie konnte ich meine anfängliche Skepsis und das „das mache ich kein zweites Mal“ nicht so richtig aufrecht erhalten. Zwar kann ich nicht ganz so enthusiastisch an die Sache herangehen, wie es Mittzwanziger tun (wäre ich jetzt Mitte Zwanzig, würde ich wahrscheinlich auch voll in der Ingress-Szene aufgehen…) aber Spaß macht es trotzdem allemal, solange jemand anderes die Orga übernimmt. Auch wenn ich keine Kontakte geknüpft habe und mich fürs gestellte Jubeln für die Gruppenfotos irgendwie zu alt fühlte, die Atmosphäre und das Zocken an sich in großen Teams in einer fremden Stadt haben mir sehr gefallen. Und mit „Team ChaOS“ hatten wir auch eine tolle, einsatzfreudige Truppe am Start, mit der das Spielen Spaß gemacht hat. Immer wieder gab es lustige Momente, als z.B. unsere jüngeren, weiblichen Team-Mitgliedern beim Schlangestehen zur Registrierung auffiel: „Ach, so riecht Gras!“. Oder die verstörten Passanten, die fragten „What is this all about?“, worauf ich in etwa entgegnete „World domination! But it’s only a game. Don’t worry, tomorrow you’ll have your town back!“. Oder als eine Kollegin, zu sehr in den Anblick ihres Scanners vertieft, einen ganzen Cluster geparkter Fietse umrannte…

Also, das war’s, aber wer weiß, wenn „Team ChaOS“ wieder zu einer anderen Anomalie, und sei es, nur in einer Satellite-Site, auf Tour geht und ich nichts Wichtigeres vorhabe – dann bin ich womöglich wieder dabei!

Über michikarl

Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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Eine Antwort zu Persepolis – Teil 5

  1. Elisabeth schreibt:

    Kein einziger Kommentar in dieser Kategorie – das muss ich ändern! Also, auch wenn ich dieses Mal aufgrund des sujets nicht ganz so enthusiastisch war, fand ich das Ganze doch ganz interessant und lesenswert, wenn man die reinen Ingress-Abschnitte ein wenig aussparte. Utrecht sieht ganz hübsch aus, ich war da noch nie, Und an so einem Event teilzunehmen, stelle ich mir auch ganz lustig vor – auch, dass die normal sterbliche Bevölkerung wirklich höchst verwirrt sein muss, über das, was da in ihrer Stadt vor sich geht…

    Ansonsten: Überdenke doch bitte noch mal Deine Entscheidung, dieses Jahr nicht in den Urlaub zu fahren – mir würde etwas fehlen! 🙂

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