Trailerdreh in der Probebühne

Wie einige wissen, engagiere ich mich seit ein paar Jahren (seit 5, um genau zu sein) bei einem Amateurtheater in Osnabrück, der Probebühne. Bisher durfte ich bei drei Stücken kleinere Rollen spielen, bei einem eine nicht ganz so kleiner (man hat mich sogar singen lassen…), und ansonsten helfe ich in der Technik und hier und da.

Spielplan Ende 2019

Auszug aus dem aktuellen Spielplan der Probebühne Osnabrück mit Ausblick auf das Stück „Der Grüne Kakadu“.

Das nächste Stück, welches am 29. November Premiere feiert, ist „Der Grüne Kakadu“ (nach Arthur Schnitzler). An sich spielt das Stück am Vorabend der französischen Revolution. Prospère (bei uns Paul) ist Wirt des „Grünen Kakadu“ und ehemaliger Theaterdirektor. Seine Truppe ist bei ihm geblieben und bespaßt seine Gäste mit allerlei inszenierten Gaunereien und gruseligen Geschichten von Gewaltverbrechen. Das Lokal ist überaus beliebt beim Adel von Paris, der hier aus seiner vermeintlichen Überlegenheit heraus einen Blick über den Tellerrand hinab zum Pöbel zu werfen meint.

Am Vorabend der Revolution, als es in der Stadt zu brodeln beginnt, vermischen sich nach und nach Fiktion und Realität, am Ende weiß selbst der Wirt nicht mehr, was seine Leute spielen und was in Wirklichkeit vor sich geht…

„Unsere“, von Regisseur Matthias Ventker umgeschriebene Version spielt heute und in Osnabrück. Das brachte dramaturgische Herausforderungen mit sich, die er aber bis zum Ende nach meiner Meinung gut gelöst hat.

Am vergangenen Sonntag fand sich fast das komplette Ensemble in der Probebühne ein, um mit unserem Videoteam der Blickfänger GbR einen Trailer für die Produktion zu drehen. Das „Blickfänger“-Team hat der Probebühne schon für verschiedene Produktionen mit ihren professionellen Aufnahmen und Postproduction weitergeholfen. Insgesamt haben wir etwa fünf Stunden (mit einer Stunde Pause und inklusive Umziehen und Schminken) für die 90 Sekunden Video benötigt. Das Video war ursprünglich als „Oneshot“ geplant, enthält nun aber doch einen Schnitt. Der Trailer erzählt nichts über die Handlung sondern soll vielmehr die Atmosphäre des „Grünen Kakadu“ transportieren und einen Ausblick auf die dort arbeitenden und verkehrenden Gestalten geben.

Es war anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht. Genauso, wie diese ganze „eigentliche“ Theaterproduktion insgesamt mit dem über 20-köpfigen Ensemble.


Aufführungstermine:

Fr. 29. Nov. | Fr. 06. Dez. | Fr. 20. Dez. | Fr. 17. Jan | Fr. 24. Jan. | Fr. 07. Feb. | Fr. 06. Mär. | Fr. 20. Mär. | Fr. 17. Apr. | Fr, 24. Apr.

Da wir das Stück nicht in unserem Saal, in dem unsere Aufführungen üblicherweise spielen, aufführen, sondern in unserer Kellerbar, ist das Sitzplatzangebot auf 50 Plätze begrenzt. Daher ist es ein eher expklusives Vergnügen, hier dabei zu und sozusagen in das Schauspiel integriert zu sein. „Mitten drin statt nur dabei“, wie ein Werbemotto eines Sportsenders lautet. Aber im März und April sollten noch Karten zu bekommen sein.

PS: Alternierend mit dem „Grünen Kakadu“ gibt die Probebühne das Stück „Die Wahrheit“ von Florian Zeller auf die Bretter. Auch hier lohnt der Besuch des Vier-Personen-Kammerstücks, bei dem ich zusammen mit meinem Kollegen Marco für Licht und Ton zuständig bin.

Über michikarl

Ich möchte den Werbetreibenden, die heutzutage mehr Daten über Individuen sammeln als die Geheimdienste dieser Welt, nicht kostenlos Informationen zur Verfügung stellen. Obwohl ich das mit Sicherheit auch hiermit bereits getan habe.
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